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Die Metropolregion Rhein-Neckar - Gaiberg (BW)


Gaiberg entstand vermutlich im Hochmittelalter als Rodungssiedlung von Gauangelloch aus und wurde 1312 erstmals als Gauberg erwähnt. Der Ort gehörte ursprünglich dem Bistum Worms und wurde 1419 von der Kurpfalz gekauft. Dort gehörte Gaiberg zur Meckesheimer Zent und vom 15. Jahrhundert an zu den Eigendörfern der Kellerei Dilsberg. Das Ackerland befand sich überwiegend im Besitz der Einwohner. 1803 gelangte Gaiberg zu Baden und wurde dem Amt Neckargemünd unterstellt, mit dem es 1857 zum Bezirksamt Eberbach kam, das 1863 im Bezirksamt Heidelberg, dem späteren Landkreis Heidelberg, aufging. 1967 wurde Gaiberg staatlich anerkannter Erholungsort. Mit Auflösung des Landkreises Heidelberg 1973 kam Gaiberg zum Rhein-Neckar-Kreis.

 

Der Ort war bis in die jüngste Vergangenheit rein landwirtschaftlich geprägt, wobei insbesondere der Forstwirtschaft mit starker Nutzung des Waldes für Viehweide und Hackwaldbetrieb große Bedeutung zukam. Auch die Tagelöhner des Ortes fanden zumeist in der Forstwirtschaft des Heidelberger Stadtwaldes ihr Auskommen. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg war außerdem der Anbau von Kirschen, später von Himbeeren eine wichtige Erwerbsquelle. Der erste Industriebetrieb in Gaiberg siedelte sich erst 1957 mit einer Kraftfahrzeuggummiteile herstellenden Firma an, die rund 200 Arbeitsplätze bot. 1968 waren mehr als die Hälfte der Erwerbspersonen des Ortes Auspendler in die umliegenden Städte, der größte Teil (261 von 385 Pendlern) war dabei in Heidelberg beschäftigt. Im Jahre 2012 feierte Gaiberg sein 700-jähriges Jubiläum.

 

2018 schloss die "Linden-Apotheke" für immer ihre Pforten. Es fand sich keinen Nachfolger, der die Apotheke weiter führen konnte.

 

In den Jahren 2018 bis 2020 wurde der Gaiberger Ortsmittelpunkt umfassend umgestaltet. Der neue Ortsmittelpunkt hat jetzt mehrere Treppen und Stufen. Die Verkehrsinsel, die Gaiberg prägte wurde auch entfernt. Es gibt nun einen neuen Brunnen und einen neuen Standort für einen Imbiss. Das Gebäude der ehemaligen Gaststätte "zur Krone" wurde abgerissen. Ebenso abgerissen wurde die Gaststätte "zur Linde", an deren Stelle befinden sich nun Wohnhäuser.

 

Quelle: Wikipedia


Info: Die Metropolregion Rhein-Neckar ist ein Verdichtungsraum und Planungsregion rund um das Dreiländereck Baden-WürttembergRheinland-Pfalz und Hessen. Der Ballungsraum hat rund 2,4 Mio. Einwohner und zählt seit 2005 zu den europäischen MetropolregionenGroßstädte in der Region sind MannheimHeidelberg und Ludwigshafen.

 

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